Der März hat mit viel Sonne begonnen, die ganze Woche war es warm und sonnig, so dass ich einmal ein spätes Mittagessen auf dem Balkon geniessen konnte. Tags zuvor hab ich ihn frühlingsfit gemacht - Töpfe auseinander gestellt, den Fleece runter gestülpt, so dass ich den bei Frost ganz schnell wieder über die Pflanzen legen kann, Minze und Ranunkeln gesetzt und zugeschaut, wie die ersten Narzissen und Tulpen, die ich im Herbst pflanzte, langsam aus der Erde hervorschauen, und dann noch die Balkonstühle aus dem Keller geholt. Gelesen hab ich da so mittel, aufgrund des "Balkonputzes", längerer Arbeitsvorbereitungen und Besuch am Wochenende, der geplant werden musste, der krankheitshalber aber abgesagt wurde. Da hatte ich aber schon gebacken und anderes vorbereitet.
Auch in der zweiten Woche musste ich für die Arbeit viel vorbereiten, da ich mit einer Stufe gerade eine vorbereitungsintensive Lektionenreihe durchnehme. Ein Tag ging zudem drauf (aber gut drauf!) mit dem Besuch im Lunchkino (= Vorstellung über Mittag). Es war eine Preview-Vorstellung der 90minütigen Dokumentation "Home is the Ocean" mit Anwesenheit der Regisseurin und einer der Crew-Mitglieder. Der Film war sehr interessant, u.a. auch weil ich einer der "Protagonisten" aus meiner Schulzeit kenne. Für mich wär das Leben auf dem Segelboot, mindestens acht Menschen auf so wenig Platz ohne Privatsphäre, nichts. Respekt, das muss man wirklich wollen oder wie die Kids der Familie, auf dem Boot geboren worden und so aufgewachsen sein. Für die Blogarbeit hatte ich in der Woche nicht wirklich Lust, immerhin hab ich eine Rezension geschafft. Gelesen hab ich auch nicht viel, da sich ein Buch ziemlich hinzog. Es regnete auch mal wieder. Das tat den Pflanzen und der Luft gut, denn Heuschnupfen machte sich schon in der Vorwoche bemerkbar.
Dritte Woche: die ersten Narzissen begannen zu blühen! Ich hätte Rezensionen schreiben sollen. Doch meine Motivation dazu hab ich am Montag nicht gefunden. Kennt ihr das, wenn ihr etwas tun sollt, aber nicht mögt und dann gar nichts macht und quasi Däumchen dreht anstatt halt was anderes? Ich hab das nach zwei Stunden durchbrochen und bin in die Küche und hab die Lebensmittelschränke aufgeräumt. Etwas, das schon längst auf meiner To do-Liste stand. Jetzt ist wieder Ordnung und es fehlt nur noch die grosse Gewürzschublade. Eine Rezension hab ich dann tags drauf geschrieben und hatte dann leider den Rest der Woche viel zu viel zu tun, da ich nicht nur zur Arbeit musste, sondern auch noch ganz viel für die Arbeit vorbereiten musste.
Letzteres vor allem auch für die vierte Woche, da ich aufgrund der LBM abwesend war und Aufträge verteilen musste und die lassen sich ja auch nicht einfach so aus dem Ärmel schütteln. Am Mittwoch reiste ich nach Leipzig, vorher gab es zuhause noch einiges zu tun, ich schaffte es aber doch noch, etwas mehr zu lesen als in der Vorwoche. Zur Messe berichte ich dann noch separat. Zurück zuhause erwarteten mich dann noch die letzten Neuerscheinungen vom März und am Montag ein unüblicher Arbeitseinsatz. Normalerweise arbeite ich Montags nur von zuhause aus, doch ich musste einspringen und hab bei der Zusage blöderweise nicht gemerkt, dass es der Montag NACH der LBM war. Der Haushalt wartete leider auch, Blogarbeit mit Monatsende und -beginn ebenfalls, zudem löste die Zeitumstellung einen kleinen Jetlag bei mir aus. Seit gestern Abend habe ich auch noch Halsweh. (Musste ja was kommen nach der LBM!). Kein toller Start in die neue Woche. Aber was solls, da muss man durch.
Gelesen hab ich im März leider nur folgende 7 Bücher:
3.5 Sterne
- Wer zu spät kommt, den belohnt das Leben von Kristina Günak
- Der Duft von Kuchen und Meer von Anne Barns
4 Sterne
- Stumme Zypressen von Paolo Riva (Commissario Luca 4)
- Je schwerer die Schuld von Mary Ann Fox (Mags Blake 10)
- Mit dir, da möchte ich im Himmel Kaffe trinken von Sarah Lorenz
- Lacroix und der Auftragsmord im TGV von Alex Lépic 208 (Lacroix 8)
- Der schottische Blumenladen der Herzen von Emma Bishop
Beide 3.5 Sterne-Bücher waren mir ein bisschen zu oberflächlich, das können die Autorinnen normalerweise besser.
"Stumme Zypressen" hat mich wieder überzeugt, und ich hätte auch fast 5 Sterne vergeben. Aber damit war ich diesen Monat geizig, auch "Der schottische Blumenladen der Herzen" bekam sie nur fast - aber vielleicht ändere ich meine Meinung noch, wenn ich die Rezension schreibe.
Klare 4 Sterne waren es bei den anderen drei Bücher. "Je schwerer die Schuld" war besser als vorherige Bände, der achte "Lacroix"-Band war wie die Vorgänger konsequent gleich gut. "Mit dir, da möchte ich im Himmel Kaffee trinken" sollte für den Titel 5 Sterne bekommen - mir gefiel der Sprachstil sehr gut, inhaltlich ging es hauptsächlich um Elisas Leben, das sich um Sex, Tod und Liebe drehte, da muss ich sagen, für diese Geschichte bin ich zu alt. Mascha Kalenkos Gedichte sind aber auch ein Pluspunkt. Genaueres dann in meiner Rezension, die nächste Woche folgen sollte.
Mit in den April nehme ich einige März-Neuerscheinungen und einige vom April, die bereits bei mir eingetroffen sind. Dazu auch noch diese drei Titel von der LBM, die wir bei den Bloggertreffen signiert bekommen haben. Das Buch von Sarah Lorenz ebenfalls, doch das hab ich am Mittwoch auf der Hinreise bereits gelesen.
"Riot Girl" ist das einzige Buch, das ich nicht einschätzen kann. Bei den anderen beiden hab ich schon eine vorgefasste Meinung, "Bis die Sonne scheint" ist ein Rückblick in die 80er, das könnte ich mögen. "Das Leben fing im Sommer an" eine Liebesgeschichte, die in den 90ern spielt, da könnte ich zu alt sein für. Aber mal sehen, was ich nach dem Lesen der Bücher denke. Denn einfach so von mir aus gelesen hätte ich keins der drei.
Wie war euer März?